"Mismos perros, misma ley" - "Gleiches Recht für Alle Hunde"
Am 20. März 2026 wurde die öffentliche Konsultation zur Neuordnung der Verwaltung der spanischen Jagdhunde geschlossen. Die aktuellen Entwürfe der spanischen Ministerien in Zusammenarbeit mit den Jagdverbänden sehen vor, Hunde je nach Nutzung unterschiedlich zu behandeln. Jagd‑ und Arbeitshunde würden in vielen Situationen keinen gesetzlichen Mindestschutz mehr genießen – selbst dann, wenn sie in Privathaushalten leben. Damit würde ein gefährlicher Präzedenzfall geschaffen, der weit über Spanien hinausreicht. Und Fälle von Misshandlungen können kaum noch strafrechtlich verfolgt werden.
Aus diesem Grund haben wir zusammen mit Javier Luna von der spanischen Tierschutzpartei PACMA und mit Unterstützung von dem EU-Parlamentarier Sebastian Everding von der deutschen Tierschutzpartei und der spanischen Organisation Proda und anderen internationalen Organisationen einen Offenen Brief an den spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez Pérez-Castejón eingereicht, in dem wir eine Änderung der Vorschriften fordern, damit Jagdhunde in das Tierschutzgesetz aufgenommen werden und im Königlichen Dekret der Zoos.
In Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien, der Schweiz, Österreich, Argentinien und Mexiko wurde der gleiche Brief an Botschafter und Generalkonsuln übermittelt. In einigen Städten wie vor dem Kongress in Madrid sowie London, Mexiko-Stadt, München und Düsseldorf fanden Demonstrationen zur Übergabe des Briefs statt. Insgesamt in 31 spanischen Botschaften und Konsulaten weltweit durch die Unterstützung von zahlreichen Vereinen und Bürgern.
Dieser Brief, ausgearbeitet von Tina Hartmann Gründerin und 1. Vorsitzende vom Verein Windhund-Netzwerk e.V. mit Unterstützung der spanischen Rechtsanwältin Maite Bautista Garrastazu, ist mehr als ein Dokument. Er ist ein juristisches Fundament, ein moralischer Appell und ein europäisches Signal.
Unser gemeinsames Ziel:
Die sofortige Aufnahme aller Jagdhunde in das Tierschutzgesetz, bevor das neue königliche Dekret verabschiedet wird.
Warum das so wichtig ist? Der Ausschluss von Jagdhunden verstößt gegen:
• die spanische Verfassung,
• EU‑Recht,
• das Straf- und Zivilrecht,
• und die Europäische Haustierkonvention.
Gemeinsam stehen wir vereint über Ländergrenzen hinweg für Gerechtigkeit, Mitgefühl und den Schutz der Schwächsten ein.
Der Brief wurde unterzeichnet von:
Sebastian Everding, EU-Parlamentarier der deutschen Tierschutzpartei
Tina Hartmann, Windhund-Netzwerk e.V.
Rafael Agudo, Fundacion Mastines en la calle
Maria Teresa Garcia Rodriguez, internationale Koordinatorin von Plataforma NAC
Verena Wiegand, Organisatorin vom Münchner Galgomarsch
Julia Reinhardt, Organisatorin vom Kölner Galgo-Marsch
in Zusammenarbeit mit PACMA, der spanischen Tierschutzpartei, und Unterstützung von Proda.
EUROPA PRESS, eine der größten Nachrichtenagenturen Spaniens, hat über unsere gemeinsame Aktion mit PACMA vor dem spanischen Kongress in Madrid und über die internationale Gemeinschaftsaktion berichtet:
Am 18. Oktober 2026 gingen wir gemeinsam mit PACMA in 13 spanischen Städten auf die Straße und am 16.10.2026 demonstrierten wir mit unseren Partnern in Berlin vor der spanischen Botschaft und in Düsseldorf, München und Stuttgart vor den Generalkonsulaten! Jede Stimme zeigt der spanischen Regierung unmissverständlich: Wer Tiere entrechtet, verliert den Rückhalt in der Gesellschaft.
Rückblick: Unser europäischer Aktionstag am 20. März 2026 - bis Heute haben wir keine Antwort von der spanischen Regierung erhalten:
Im Frühjahr haben wir als starke Gemeinschaft alle Hebel in Bewegung gesetzt, um den Jagd- und Arbeitshunden in Spanien zu helfen. Der 20.03. war der Stichtag für die öffentliche Konsultation zur Neuordnung der Verwaltung von Jagdhunden. Durch die Aktion und dem juristisch verfassten Brief konnten wir bis Heute die Neuordnung verhindern. Doch bis Heute haben wir keine Antwort von der spanischen Regierung erhalten. Sie bleiben weiterhin untätig und das Leid der Jagd- und Arbeitshunde geht folgenschwer weiter. Wir möchten keine Neuordnung durchs Landwirtschafts- und Sozialministerium, sondern die Aufnahme aller Hunde in das Tierschutzgesetz. Daher erneuern wir unsere Forderungen, denn Gesetzesentwürfe lassen sich ändern, wenn die Regierung erkennt, dass die Bevölkerung solche Rückschritte nicht akzeptiert.
Dank eurer großartigen Unterstützung konnten wir entscheidende Schritte gehen:
- 92.000+ Stimmen übergeben: Veto Tierschutz hat im Generalkonsulat in Düsseldorf die Petition zusammen mit unserem Offenen Brief offiziell eingereicht.
- Präsenz vor Botschaften weltweit: Wir waren nicht nur in Deutschland aktiv. Zeitgleich wurde unser Offene Brief weltweit an zahlreiche spanische Botschaften und Konsulate übergeben, um den internationalen Druck massiv zu erhöhen.
- Digitaler Druck aufs Sozialministerium: Fast alle Mitwirkenden haben den Offenen Brief zusätzlich beim spanischen Sozialministerium eingereicht.
- 18.000 Unterschriften an das Landwirtschaftsministerium: Unser gemeinsamer Entwurf zum Königlichen Dekret wurde direkt digital übermittelt
Wir zeigen erneut hartnäckig europaweite Solidarität. Unabhängig von ihrer Nutzung hat jeder Hund das Recht auf ein unversehrtes Leben.
Wie bereits am 20.03.2026 geben wir erneut den Offenen Brief mit einem Begleitschreiben weltweit an 30 spanische Botschaften und Generalkonsulate ab:
Unsere Kernforderungen an die Politik:
- Gleiches Recht für alle Hunde: Die lückenlose Einbeziehung von Jagdhunden in das nationale Tierschutzgesetz und den Königlichen Erlass über zoologische Zentren.
- Schluss mit Privilegien: Das sofortige Ende aller rechtlichen Ausnahmen, die auf der Nutzung oder Tätigkeit des Tieres beruhen.
- Wirksamer Schutz: Harte Konsequenzen und echte Schutzmaßnahmen vor Aussetzung, Misshandlung und jeder anderen Form der Vernachlässigung.
- Eine Gesetzgebung, die ausnahmslos jedem Hund denselben Schutz garantiert!
Als starke Gemeinschaft haben wir alle Möglichkeiten genutzt, um den Jagd- und Arbeitshunden in Spanien zu helfen. Wir halten euch weiter unter "NEWS" auf dem Laufenden!